#TubeClash und die Internetserien


Über die Homepage der Tagesschau bin ich auf eine Anime-Serie auf Youtube aufmerksam geworden. #TubeClash ist eine Parodie auf die ganzen Survival-Shows wie das Dschungelcamp und all die anderen, die ich glücklicherweise alle miteinander nicht gesehen habe. Zehn Blogger wurden vom Master auf eine Insel verbannt und müssen dort in zwei Teams mit den Namen Clash A und Clash B á 5 Personen gegeneinander kämpfen. In jeder Episode stirbt eine. Wir Internetbesucher können auf zwei Weisen Einfluss auf das Geschehen üben. Zum einen können wir in den Kommentaren Vorschläge über den Fortgang der Geschichte machen. Die besten und die beliebtesten Vorschläge werden in den nächsten Folgen eingearbeitet. Außerdem wird über jede überlebende Person von #TubeClash abgestimmt. Zwischen der unbeliebtesten Person von Clash A und der unbeliebtesten von Clash B wird die Münze geworfen und der Verlierer muss in der nächsten Episode sterben. Die Episoden dauern jeweils circa zehn Minuten und werden von einer Kunstfigur namens Couchman moderiert.

Das Projekt wurde nach eigener Darstellung über Crowdfunding finanziert. Der Verantwortliche mit dem Bloggernamen darkviktory bezeichnet sich dabei auf seiner Facebook-Seite als Küstler, auf seiner Youtube-Seite ist unter dem Impressum die Endemol beyond GmbH verlinkt, eine Tochter der niederländischen Firma Endemol. Endemol zeichnet sich verantwortlich für in Lizenz produzierte Showformate wie „Wer wird Millionär?“ und „Big Brother“.

#TubeClash ist eine durch und durch professionell produzierte Serie. Dies fängt mit einem ohrwurmartigen Titelsong „Antiheld“ an, der natürlich käuflich erworben werden kann, und hört mit einer in den sozialen Medien begleiteten Kommentierung, die in der letzten Episode alleine auf dem Youtube-Video über die Zehntausend kam, auf. Die Klickzahlen auf die Videos erreichen entsprechend die Hunderttausende.

Serien für das Internet, die dann oftmals mit Interaktionsmöglichkeit der Zuschauer geplant werden, werden von verschiedenen Firmen als neuer Geschäftszweig entdeckt. Ein prominentes Beispiel ist Amazon. Da die Produzenten in den meisten Fällen wohl auch die Daten beim Abruf vergangener Filme und Episoden berücksichtigen werden, ist ein nicht unbedingt nach künstlerischen Gesichtspunkten entwickeltes Filmangebot für die Zukunft zu erwarten. Mir ist eine solche Art nicht ganz geheuer, da ich mir davon nicht viel Neues versprechen, wenn ich das in Variation noch einmal sehe, dem ich früher einen Daumen-nach-oben gegeben habe. Andererseits werden die Filme sicherlich sehr kurzweilig gestaltet werden.

Wen es nun interessiert, wie es mit #TubeClash weitergeht, der sollte im Übrigen heute, Freitag, ab 19 Uhr die Episode 05 abrufen. Dort wird der vierte Blogger sterben, wenn es heißt „Müssen clashen, müssen figthen“.

Advertisements

2 Kommentare zu “#TubeClash und die Internetserien

  1. kowkla123 sagt:

    man sollte an deiner Seite nie vorbei gehen, immer sehr lehrreich, beste Grüße, Klaus

    • klugwurst sagt:

      Das Thema ist für mich insofern ungewöhnlich, als ich mich eher selten auf Youtube verlustiere. Da es aber interessant ist, habe ich gleich in die Tasten gehauen.

      Schönes Wochenende!
      Martin

Hier können Sie in die Diskussion einsteigen. Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s