Saiteninstrumente – relativ junge Musikinstrumente


Es gibt verschiedene Saiteninstrumente: Eine davon habe ich fotografiert: Eine Country-Gitarre.

Es gibt verschiedene Saiteninstrumente: Eine davon habe ich fotografiert: Eine Country-Gitarre.

Chordophon (Lateinisch corda Saite) ist ein Saiteninstrument. Dieses Musikinstrument verwendet zur Tonerzeugung verschiedene Saiten, die – zwischen zwei Punkten gespannt – mithilfe von Schwingungen auf einen Resonanzkörper (Hohlkörper zur Verstärkung von Klängen und Tönen – Bestandteil vieler Musikinstrumente) übertragen werden. Entweder erzeugt das Abteilen der verschiedenen Saiten die Tonhöhen oder es existiert für jeden einzelnen Ton mindestens eine Saite. Je dünner, kürzer und straffer die Saite gespannt ist, desto höher erklingt der daraus erzeugte Ton.

Geschichte

Wenn man Saiteninstrumente mit Flöten (42.000 bis 43.000 Jahre alte Flöten), Trommeln (Belege aus 4. Jahrtausend vor Christus im Landkreis Lüneburg) und Rasseln (9./10. Jahrhundert) vergleicht, so sind sie relativ jung. Der einfache Monochord – die Urform aller Chordophone – findet sich auf einer 15.000 Jahre alten Höhlenzeichnung. Um einen biegsamen Holzstab ist ein Stück Darm oder eine Schnur gezogen. Das älteste erhalten Saiteninstrument (eine 4.500 Jahre alte Harfe der Königin Puabi von Ur) ist mehrsaitig. Die Syrer und Ägypter spielten auf der Harfe, denen Griechen, die mehrere Leiern (Jpchlauten, Saiten verlaufen parallel zur Decke) bekannt waren, dagegen auf der Kithara (die heutige griechische Bezeichnung der Gitarre) und Lyra (im Gegensatz zur Kithara ohne Fuß). Kithara und Lyra bilden das Vorbild für die heutige Gitarre, Zither und Drehleier.

Klassifizierung

Im Instrumentenbau werden die Saiteninstrumente durch die Art der Schwingungsübertragung auf den Resonanzkörper unterschieden. Dies ergibt drei Kategorien:

  • Harfen: Die Saiten sind an einem Ende direkt mit dem Resonanzkörper verbunden. Dadurch entwickelte sich der „schwebende“ Klang der Harfen.
  • Zithern: Es besteht nur ein indirekter Kontakt der Saiten mit dem Resonanzkörper. Die Übertragung entsteht durch massive Saitenteile (Klötze). Die Wechselwirkung von Klötzen und Resonanzkörpern erzeugt den ihr typischen Klang.
  • Lauten: An dem einzigen Hals des Instrumentes werden die Schwingungen der Saite über einen Steg auf die Resonanzdecke übertragen.

Da dies erstens Mischformen hervorbringt und zweitens die Klassifizierung keine allgemeine Beschreibung der Instrumente wiedergibt, wird auch nach der Methode des Spielens unterschieden.

  • Zupfinstrumente: Saiten werden mit den Fingern, einem Plektrum oder mechanischen Vorrichtungen zum Schwingen gebracht
    1. ohne Griffbrett: Harfe, Kithara, Lyra etc.
    2. mit Griffbrett: Gitarre, Laute, Banjo, Mandoline, Zither, Sitar (siehe …) etc.
    3. mit Klaviatur: Cembalo
  • Streichinstrumente: Saiten werden gestrichen
    1. mithilfe eines Bogens: Violine, Kontrabass, Psalterium etc.
    2. mithilfe eines Rades: Drehleier
  • Saiten werden mit Klöppeln oder Hämmerchen angeschlagen
    1. mit in der Hand gehaltenen Klöppeln beim Hackbrett
    2. mit Klaviatur: Klavier, Clavichord
  • Saiten werden geblasen
    1. vom Wind: Aeolsharfe
    2. mit dem Mund: Goura

Saiteninstrumente und Stilrichtungen

Saiteninstrumente werden in den verschiedensten Genres eingesetzt. Eigentlich kann man wenig Grenzen ziehen, da alle Instrumente in allen Genres der Musikrichtungen eingesetzt werden. Doch es gibt Tendenzen. Die Gitarre zum Beispiel wird oft in der Country- und Westernmusik eingesetzt. Das Banjo dagegen findet seinen Platz häufig im Bluegrass. Die Klassik bedient sich häufig des Klaviers, sovier der Violine, der Geigen etc. Hiesige Volksmusik nutzt die Zither, sowie die Harfe, das Hackbrett und auch oft die Gitarre. Saiteninstrumente werden in allen Stilrichtungen eingesetzt, da sie sehr vielfältig sind. Durch den besonderen Klang einiger Instrumente werden manche fast nur in bestimmten Stilrichtungen gespielt.

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Ein Kommentar zu “Saiteninstrumente – relativ junge Musikinstrumente

  1. kowkla123 sagt:

    ich kenne mich da gar nicht gut aus, liebe Grüße, Klauus

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