Katholiken in China


In China gibt es keine Religionsfreiheit. Schmerzhaft bekommen dies die Katholiken zu spüren. In der Volksrepublik ist die römisch-katholische Kirche durch staatliche Eingriffe gespalten in eine Untergrundkirche und eine staatlich tolerierte Kirche.

In der Staatskirche ernennt die sogenannte „Chinesische Katholisch-Patriotischen Vereinigung“ Bischöfe ohne die Zustimmung des Papstes, die wiederum gegen den Willen Roms Priester weihen. Solche unzulässigen Weihen führen nach Kirchenrecht automatisch zur Exkommunikation der Beteiligten. Dies ist der Grund für die Kirchenspaltung in China. Die von Rom ernannten Bischöfe werden in China hingegen meistens verfolgt oder werden durch andere Maßnahmen wie illegitime Bischofskonferenzen mit exkommunizierten Bischöfen zur faktischen Anerkennung der staatlichen Bischöfe und der Staatskirche gezwungen.

Trotz der Repressalien gehen Schätzungen von einer Anhängerschaft der Untergrundkirche aus, die die der Staatskirche übersteigt. Die Wahrheit über ihren Glauben ist den chinesischen Gläubigen offenbar sehr wichtig. Wegen der allgemeinen Unterdrückung von Religion in China sind die Staatskirchenanhänger aber nicht minder gute Katholiken. Doch sind die Sakramente, die die exkommunizierten staatlichen Priester spenden, unwirksam. Dies ist womöglich einigen Staatskirchenanhängern nicht bewusst oder es fehlt ihnen an Alternativen. Hierdurch wird ein Keil zwischen die katholischen Gläubigen getrieben. Um die Spaltung zu überwinden hat daher der Heilig Stuhl einige der staatlichen Bischöfe nachträglich anerkannt. Hierdurch können die Staatskirchenanhänger wirksam Sakramente empfangen.

Trotz dieser versöhnlichen Töne aus Rom ist die Lage der katholischen Kirche in China weiterhin prekär. Darum wird am heutigen Tag, dem 24. Mai, regelmäßig zum Weltgebetstag für die Kirche in China aufgerufen. Der Tag ist der Marienfeiertag der Helferin der Christen mit traditionellen Wallfahrten der chinesischen Katholiken nach Sheshan. Dort wurde nämlich 1924 China der Gottesmutter geweiht.

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Ein Kommentar zu “Katholiken in China

  1. kowkla123 sagt:

    Diktatur eben, schönes Wochenende, Klaus

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