Kate Morton: Die fernen Stunden


Kate Morton wurde 1976 geboren und ist eine australische Schriftstellerin. Ihr erster Roman, der in 13 Ländern erschien, wurde schnell zum Bestseller. 2011 veröffentlichte sie ihren dritten Roman, nämlich „Die fernen Stunden“. Sie gibt zu, dass sie bereits ein Drittel einer anderen Geschichte geschrieben hatte, als ihr die Blythe-Schwestern in den Sinn kamen. Sie ließen sie nicht mehr los.

Inhalt

Im Jahr 1992 erreichte ein längst verschollener Brief Meredith Burchill. Ihre Tochter Edie war erschrocken über die Reaktion ihrer Mutter. Da sie sich aber nicht sehr nahe standen, hat sie nicht viel danach gefragt. Durch Zufall kam sie dann auf die Spur des Briefes. Er wurde im Zweiten Weltkrieg verfasst und die Post hat einige Briefe auf wundersame Weise wieder gefunden und an die Empfänger gesendet. Edie Burchill führt der Weg als Lektorin zu einem Kunden. Auf dem Rückweg verfährt sie sich und landet in Milderhurst. Sie erinnerte sich, dort einmal mit ihrer Mutter gewesen zu sein. Ihre Mutter war verstört und sagte kryptisch, dass es zu spät sei. Nun machte sich Edie auf die Suche nach der Vergangenheit. Sie erfuhr, dass ihre Mutter während des Zweiten Weltkriegs wie alle Kinder aus London auf das Land evakuiert wurden. Der Abgrund zwischen ihr und ihrer Mutter machte es ihr nicht leichter, Nachforschungen diesbezüglich zu betreiben. Ihre Mutter fand damals Unterschlupf in Milderhurst. Der Vater der drei Blythe-Schwester, Raymond Blythe, war der berühmte Autor von der wahren Geschichte des Modermanns. Die Zwillinge Percy und Saffy Blythe kümmern sich liebevoll um ihre jüngere Schwester Juniper, die krank ist. Allmählich kommt Edie Burchill hinter das Geheimnis. In dieser Zeit erlitt Edies Vater einen Schlaganfall. Dieser bedeutete eine erhebliche private Wende. Wird sie das Geheimnis, das ihre Mutter umgibt, lüften? Wie entwickelt sich das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter? Und was wird aus den Blythe-Schwestern, die inzwischen schon alt sind?

Kritik

Der Schreibstil von Kate Morton ist sehr gut. Man kann sich die Szenen eigentlich sehr gut vorstellen. Die Geschichte ist auch sehr schön. Es erfordert jedoch manchmal Mühe, sie zu verfolgen. Kate Morton springt nämlich zwischen den Zeiten sehr stark. Mal ist sie im Jahr 1992, dann wieder im Jahr 1939, 1992, 1941 und dann wieder 1939. Das hat mich dann doch immer wieder etwas verwirrt. Zumal in den jeweiligen Zeiten dann wiederum Rückblicke auf die Vergangenheit waren. Diese jedoch waren besser eingebunden. Es wäre also besser gewesen, meiner Meinung nach, die zwei Geschichten besser ineinander zu schreiben. So ist es, als ob zwei Geschichten nebeneinander existieren und eine gewisse Verbindung haben. Sie sollten aber stärker verbunden sein, da beides zusammenhängt. Durch die ständigen Zeitsprünge bin ich selbst etwas enttäuscht von dem Buch, da es sehr gute Ansätze bietet, eine spannende Geschichte zu erzählen. England wird hier auch sehr gut beschrieben. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Verwirrung dennoch bei mir vorhanden ist.

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