Die Gattung der Lyrik und Ihre Merkmale


Die Lyrik ist eine der drei Hauptgattungen der Literatur. Die Epik (Die Gattung der Epik) habe ich schon untersucht und die Dramatik wird morgen ihren Platz finden. Lyrik kommt vom griechischen λυρική und heißt die zum Spiel der Lyra gehörende Dichtung. Die Lyra ist ein antikes Saiteninstrument aus dem 9. Jahrhundert vor Christus. Lyrische Werke werden meist auch Gedichte genannt. Lyrik ist eine Kunstform, die mehr umfasst als Gedichte mit Versen und Reimen.

Schon im alten China, Persereich, Babylonien, Judentum und vielen anderen Völkern der Antike wurde Lyrik als beliebte Gattung benutzt. Der Ordnungsbegriff Lyrik oder lyrische Prosa wird allerdings erst seit dem 18. Jahrhundert als Gattungsbegriff verwendet. Der Begriff ist heute weit gefasst, da Lyrik eine Kunstform ist. Im 19. Jahrhundert jedoch wurde Lyrik synonym für Poesie (Dichtung) genutzt. Lyrik als eine literarische Hauptgattung wird auch als singbare Dichtung bezeichnet. Das lyrische Subjekte drückt die unmittelbaren Gefühle und Gedanken des Dichters aus. Dies hat zwar oft Parallelen zum Autor, aber nicht immer. Verallgemeinerungen finden am meisten zwischen Subjekt und Wirklichkeit statt. Lyrik ist stark sinnbildlich und rhythmisch. Häufig wird mit Reimen gearbeitet und somit mit Musik verbunden, was auf seinen griechischen Ursprung hindeutet (im antiken Griechenland wurde Dichtung häufig mit der Lyra begleitet). Lyrik ist also die subjektivste Form der drei Gattungen der Literatur. Sie verzichtet deswegen auf die Objektivierung in erzählten Ereignissen (Epik) oder der handelnden Figuren (Dramatik).

Die Entwicklung und Arten der Lyrik unterscheiden sich je nach Volksart und Epochen. Gemeinsam ist ihnen allen aber die kunstvolle Aussage letzter menschlicher Wünsche. Einige Beispiele der Lyrik sind: Haiku und Tanka aus Japan, Hymnen und Totenklagen aus Ägypten, Chorlyrik der Dorier, Ode, Hymne, Skolion, Elegie und viele mehr.

Der Inhalt der Gedichte besitze ein großes Spektrum, angefangen bei stark subjektiven Inhalten bis hin zu Gedichten der Neuen Sachlichkeit (Nüchternheit und Realismus zeichnen diese Form aus).

Lyrik hat eine große Bandbreite sowohl in der Form als auch im Inhalt der Texte. Es lohnt sich, sich mit dieser Form auseinanderzusetzen.

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3 Kommentare zu “Die Gattung der Lyrik und Ihre Merkmale

  1. kowkla123 sagt:

    danke für den Bericht, KLaus

  2. Ich mag Lyrik sehr… welche „Gattung“ das ist, ist mir im Prinzip egal… und oute mich in der Hinsicht als Kulturbanause… 😉
    LG
    Ute

  3. klugwurst sagt:

    Dass die Lyrik so individuell ist wie der Augenblick, den sie einfängt, ist schön und herausfordernd zugleich. Leider gibt es aber gerade deshalb viele Dichtungen, mit denen ich gar nichts anfangen kann. Aber ich tröste mich damit, dass es noch vieles von mir zu entdecken gibt.

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