Die Gattung der Epik


Epik kommt von griechisch επική (ποίησις) „zum Epos gehörende Dichtung“. Epos kommt auch vom griechischen ἔπος „Wort, Vers“. Epos ist also die Erzählung und das Gedicht. Die erzählende Dichtung dagegen ist dann die Epik, eine der drei großen Gattungen der Literatur zusammen mit Lyrik und Dramatik.

Epik beinhaltet die Formen der ‚Rede‘, ‚Erzählung‘, ‚Geschichte‘. Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Romane. Das sind beliebtesten und bekanntesten epischen Formen auch in den Medien. Zeitungen, Wochenmagazine und Zeitschriften rezensieren regelmäßig Neuerscheinungen, also sie stellen sie vor und bewerten sie. Herausragende Buchereignisse sind die Frankfurter Buchmesse Anfang Oktober, die Leipziger Buchmesse Mitte März und die Verleihung des Literaturnobelpreises.

Bis zur Poetik vom 17./18. Jahrhundert ist „Epik“ eine Bezeichnung für die Kunst des Epos. Als im 18. Jahrhundert die epische Dichtung differenziert wurde und die Prosa sich entwickelte, werden unter dem Begriff Epik alle Genres der erzählenden Literatur erfasst. Die Epik unterscheidet sich von der Dramatik und Lyrik durch grundlegende Merkmale der Gestaltung, der Kommunikation und der Funktionsweise. Charakteristisch für die Epik sind.

  • Die Erzählperspektive in der Ich-Form oder einer dritten Person
  • Die Erzählerzeit, in der das Geschehene als Vergangenes vergegenwärtigt wird, oder der ungebundene Umgang mit der Zeit
  • Die Gestaltung gesellschaftlicher Zustände und
  • Die Schilderung individueller Erlebnisse und Begebenheiten, das sogenannte Stream of consciousness

In der Umgangssprache wird bei dem Begriff episch oft auf ein besonders großes Ausmaß (insbesondere Länge, Tiefgründigkeit) einer Tat/Beschreibung oder anderes hingewiesen. Zum Beispiel wird gesagt, dass „ein Sachverhalt in epischer Breite, Tiefe oder Länge ausgeführt, beschrieben oder dargestellt wurde“. Die Verwendung verbindet manchmal Kritisches oder Negatives. Dabei deutet derjenige, der den Begriff episch einsetzt, an, dass die Tat unerwartet oder unnötigerweise längere Zeit in Anspruch genommen hat.
Andererseits aber wird „episch“ auch in der Netzkultur als Superlativ für einen besonders positiven Sachverhalt verwendet.

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Ein Kommentar zu “Die Gattung der Epik

  1. kowkla123 sagt:

    hier bekommt man immer Bildung, danke, KLaus

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