Sokrates – der Philosoph und seine Bedeutung


Sokrates war ein griechischer Philosoph, der von circa 469 bis 399 v. Chr. gelebt hat. Seine Philosophie hat Westeuropa stark beeinflusst und noch heute sind seine Werke und einige Zitate sehr bekannt. Als Beispiel erwähne ich das berühmte Wort Sokrates aus Platons Apologie: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Das Zitat in seiner Bekanntheit wird oft falsch gesagt, denn eigentlich heißt es wörtlich: „Ich weiß, dass ich nicht weiß.“

Die Bedeutung der Person und des Philosophen Sokrates wird dadurch unterstrichen, dass alle griechischen Denker vor ihm heutzutage „Vorsokratiker“ genannt werden. Sokrates selbst hinterließ keine Schriften, aber seine Schüler schrieben über ihn und seine Philosophie. Am Bekanntesten ist Platon, der die berühmten sokratischen Dialoge geschrieben hat. Die Berühmtheit, die Sokrates erlangte, erreichte ihren Höhepunkt, als Sokrates das Todesurteil akzeptierte und eine Fluchtmöglichkeit außer Acht ließ (verurteilt wurde er wegen verderblichen Einfluss auf die Jugend und die Missachtung der Götter). Bis zur Hinrichtung durch den Schierlingsbecher (Vergiftung mithilfe des Saftes des Gefleckten Schierlings, einer Pflanze) debattierte laut Platon Sokrates mit seinen Schülern über philosophische Fragen.

Sein Einfluss auf die antiken philosophischen Schulen war enorm, denn nahezu alle haben sich auf Sokrates bezogen. Die sokratischen Schulen aber sind nicht von Sokrates gegründet worden. Diese haben seine Schüler gegründet, die sich als Sokratiker verstanden haben. Die Renaissance ließ auch in der Philosophie die Antike wieder aufleben (wie in vielen anderen Bereichen auch, man denke nur an die Architektur). Die Philosophen Kant, Hegel und sogar Nietzsche beschäftigten sich mit der Auseinandersetzung um Sokrates.

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3 Kommentare zu “Sokrates – der Philosoph und seine Bedeutung

  1. Für mich ist Sokrates immer noch ein „großer Mann“.
    LG
    Ute

  2. kowkla123 sagt:

    Dieses Zitat sollten sich viele mal aufschreiben und darüber nachdenken, wünsche dir einen guten Tag, Klaus

  3. emsemsem sagt:

    Sokrates ist bis heute zu Recht ein angesehener Philosoph. Das ist insofern besonders erstaunlich, weil er selber ja nichts Schriftliches hinterlassen hat. Sein „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ erinnert mich an den Physikleher Bömmel aus der „Feuerzangenbowle“ )von Heinrich Spoerl), der ein neues Thema damit einzuleiten pflegte, dass er sagte: „Da stelle mer uns janz dumm.“ Das ist ein Kniff, den Sokrates angewendet hat, um seine Gesprächspartner zum Nachdenken anzuregen, weil Wissen auch eingebildet sein kann.

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