Griechische Götterwelt


Die griechische Götterwelt entstammt der griechischen Mythologie. Ein Mythos (vom altgriechischen μῦθος “Laut, Rede, (sagenhafte) Erzhählung” beinhaltet eine Erzählung über das Welt- und Selbstverständnis der Menschen und Kulturen. Mythen erheben einen Wahrheitsanspruch, der aber seit den Vorsakratikern in Kritik gerät. Bei der griechischen Mythologie handelt es sich also um Geschichten und Erzählungen über Götter und Heroen (Helden) des antiken Griechenlands. Der Stammbaum der griechischen Mythologie ist lang und sehr verwirrend. Dazu habe ich einen passenden Artikel in der Zeit gelesen. Hier sieht man die Komplexheit dieses Themes. Da dieses Theme so komplex ist, versuche ich, jetzt einen Überblick zu schaffen und gegebenenfalls, einzelne Gottheiten oder Spezialitäten in weiteren Artikeln vorzustellen.

Entstehung der Götter und der Welt

Das Chaos wird in der Theogonie nach Hesiod (griechischer Dichter um 700v.Chr., ausführlicheres zu Hesiod findet man bei Wikipedia) an erster Stelle gesetzt. Als Gegenbegriff zum Kosmos ist es ein Zustand völliger Unordnung und Verwirrung. Das Chaos ist dort zu vergleichen mit dem Nichts und der Leere. Daraus entstand die erste Göttergeneration Gaia (die Erde), Tartaros (die Unterwelt), Eros (die Liebe), Erebos (die Finsternis) und Nyx (die Nacht). Daraus gehen die zahlreichen Götter hervor, der größte Teil von Gaia. Der erste Herrscher der Erde Uranos (der Himmel) wird vom Titanen Kronos, seinem Sohn, entmachtet. Kronos‘ Sohn Zeus dagegen entmachtet mithilfe der Hekatoncheiren (“Hunderthändige”: Riesen mit hundert Armen und fünfzig Köpfen) und der Kyklopen (“Rundaugen”: Riesen mit einem einzigen Auge auf der Stirn) die Titanen und zwang ihn seine Geschwister, die Kronos verschlungen hatte, herauszugeben. Somit beginnt die Herrschaft der olympischen Götter.

Die olympischen Götter

Sie werden als die Hauptgötter in der griechischen Mythologie angesehen. In der engeren Definition befindet sich die olympischen Götter auf dem Olymp und residieren dort. Hades, der in der Unterwelt herrscht und seine Gattin Persephone zählen daher nicht zu dem erlesenen Kreis der Zwölf. Weil Hebe, Eilitheia, Herakles und Dionysios nicht dazu zählen kömmt man auf τὸ Δωδεκάθεον (to Dōdekatheon von griech. δώδεκα dōdeka = zwölf) zwölf Gottheiten: Zeus, Poseidon, Hera, Demeter, Apollon, Artemis, Athene, Ares, Aphrodite, Hermes, Hephaistos und Hestia.

Das olympische Göttergeschlecht, das nach dem Sturz der Titanen herrscht, besteht aus Zeus und seinen Geschwistern (Hera, Hades, Hestia, Poseidon, Demeter) sowie seine zehn Kinder (Ares, Hephaistos, Hebe, Eileithyia, Hermes, Artemis, Athene, Apollo, Persephone, Aphrodite). Später in den Olymp aufgenommen wurden zwei Kinder von Zeus mit sterblichen Frauen (Herakles und Dionysos).

Außerhalb des Olymps existierten noch zahlreiche andere Götter wie Archeloos, Chariten, Hesperide, Musen, Hypnos, Isis und viele mehr.

Orte der Mythologie

Es gibt viele Orte, die für die griechische Mythologie und deren Götterwelt eine besondere Bedeutung haben. Hier ist nur eine Auswahl davon. Den Olymp haben wir schon als Wohnung für die olympischen Götter kennen gelernt. Der Hades ist der Ort der Toten mit Styx dem Grenzfluss, Tartaros, dem Strafort der Unterwelt, Lethe, der Quelle des Vergessens aus der die Lebenden trinken und dem Asphodeliengrund, wo die meisten Toten als Schatten hausen. Delphi ist das bekannteste Orakel, Dodona ist ein weiteres. Nekromanteion ist das einzige Totenorakel in Griechenland. Der Thermedon ist der Fluss der Amazonen. Es gibt aber noch zahlreiche andere Orte der Mythologie, die ich hier nicht alle aufzählen kann. Zum Orakel von Delphi erscheint in Bälde ein Artikel dazu.

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2 Kommentare zu “Griechische Götterwelt

  1. Das interessiert mich sehr. Und auch wenn wir es manchmal nicht wahrhaben wollen, viele diese alten Sagen sind noch in unserem Leben present. Mal mindestens ihr Name. Wie die römische Göttin Ceres (Göttin des Ackerbaus, der Fruchtbarkeit und der Ehe…in der griechischen Mythologie Demeter) in unseren Cerealien.
    Liebe Grüße
    Ute

  2. kowkla123 sagt:

    danke für die Erweiterung meines Wissens, wünsche ein gutes Wochenende, Klaus

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