Wahlen und Demokratie?


Aus gegebenem Anlass möchte ich mich heute diesem Thema widmen. Bald kommen die Landtagswahlen in Bayern (kommenden Sonntag) und die Bundestagswahlen (eine Woche danach).
Was sind Wahlen überhaupt und bedeuten sie immer gleich Demokratie und was ist Demokratie?
Wahlen sind laut Wikipedia „ein Verfahren in Staaten, Gebietskörperschaften und Organisationen“, um entweder repräsantive Personen oder ein Organ mit Entscheidungskraft durch Personen handlungsfähig zu machen. Wahlberechtigt sind diejenigen, die zur Wahl gehen dürfen.
In einer Demokratie sind die Wahlen eigentlich selbstverständlich, denn Demokratie bedeutet aus dem Griechischen abgeleitet „Herrschaft vom Volke aus“. Das muss also bedeuten, dass das Volk mitbestimmen darf, wer regieren darf und wer nicht.

Allerdings gibt es hier wie auch sonst noch viele Feinheiten, die zu beachten sind. Diese Feinheiten bestehen darin, wer überhaupt wahlberechtigt ist. Wenn bestimmte Gruppen der Bevölkerung ausgeschlossen sind wie in einigen Ländern immer noch der Fall ist, so verdient das Land keineswegs die Bezeichnung „Demokratie“, denn hier ist nur ein Teil der Bevölkerung entscheidend für den Ausgang der Wahl.
In Deutschland zum Beispiel sind Kinder ausgeschlossen. Es wurde schon mehrfach der Ruf laut, dass die Eltern für ihre Kinder wählen sollten, damit die Interessen der Kinder vertreten werden. Doch dies hat sich bisher nicht durchgesetzt. Dennoch kann man daran noch nicht ableiten, dass Deutschland keine Demokratie ist, denn alle Bürger ab 18 Jahren dürfen wählen.

Die Wahlen aber bilden in einigen Ländern nicht die Entscheidung des Volkes, weil die Regierung oder andere Kräfte die Wahl so beeinflussen, dass sie zu ihren Gunsten ausgeht, das heißt, dass sie das Wahlergebnis fälschen, indem sie Stimmen hinzufügen oder Stimmen, die gegen sie sind, einfach ignorieren oder aus der Urne wieder herausnehmen.

Abgesehen von diesen Fragen werfe ich nun einen Blick auf die Wahlbeteiligung. Die Wahlbeteiligung in Deutschland schrumpft immer mehr, egal um welche Wahlen es sich handelt, Kommunalwahl, Landtagswahl, Bundestagswahl oder auch Europawahl. Dennoch sind Wahlen wichtig für die demokratische Gemeinschaft. Ohne Wahlen wäre sie nicht überlebensfähig.

Die meisten Bürger sind momentan unzufrieden mit der politischen Lage in Deutschland und Europa und sehen keinen Ausweg oder sind der Meinung, dass die politischen Parteien, die sich zur Wahl stellen, der Aufgabe nicht gewachsen sein können. Vielen ist aber auch die politische Meinungsbildung fremd oder auch zu anstrengend.
Die Piratenpartei, die momentan enormen Aufschwung an den Tag legt, kann sich als Verdienst anrechnen, dass sie Nicht-Wähler für einige Wahlen zur Urne gebracht haben, wenn auch nicht alle.

Wahlen sind also sehr wichtig und eine niedrige Wahlbeteiligung birgt immer Risiken. In Wahlen muss jeder Kompromisse eingehen, warum auch nicht die Wähler? Die Wähler müssen sich überlegen, welche Partei ihre Interessen am besten vertritt und dürfen nicht sagen, dass, wenn eine Kleinigkeit von der Partei anders gesehen wird, man dann nicht wählen geht, denn es wird nie eine Partei geben, die alle Interessen des Einzelnen vertritt außer man hat eine Ein-Mann-Partei, deren Vorsitz der Wähler ist, aber das ist undurchführbar.

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Ein Kommentar zu “Wahlen und Demokratie?

  1. kowkla123 sagt:

    in meiner Dienstzeit musste ich dieses Thema auch mit meinen Schülern diskutieren und Wissen dazu vermitteln, einen guten Tag wünsche ich, Klaus

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