Fahrradfahrer und deren Rücksichtslosigkeit


Gerade im Sommer ist Fahrradfahren wieder sehr modisch. Ich gebe zu, dass ich auch gern Fahrrad fahre, allerdings nicht um Geschwindigkeiten auszutesten, sondern um es zu genießen, die Natur mit einem Fahrrad zu erkunden und vielleicht auch mal kleine Strecken zurückzulegen. Fahrrad heißt schweizerisch Velo und kommt vom Französischen le vélo, die Kurzform von vélocipède, „Schnellfuß“, das vom Lateinischen velox „schnell“ und pes „Fuß“ kommt. Es ist ein meistens zweirädiges Gerät, das mithilfe der Muskelkraft durch das Treten von Pedalen angetrieben wird. Es gibt unterschiedliche Fahrräder, ein Tandem (zwei Menschen fahren Rad), ein Hochrad, ein Rad, das sehr hoch ist, und viele weitere Variationen. Das Fahrrad ist längst zu einem Verkehrsmittel geworden.

Gesetzliche Regelungen und deren Einhaltung

Die gesetzlichen Regelungen sind sehr unterschiedlich. In Deutschland gibt es Fahrradwege. Sonst müssen die Fahrradfahrer auf der Straße fahren. Nur Kinder bis 6 Jahren dürfen auf dem Gehweg fahren. Doch viele halten sich nicht daran, sondern kürzen mit dem Fahrrad alles ab, was geht, da sie ja überall Möglichkeiten haben, weil sie wendig sind. Die Polizei müsste hier auch kontrollieren. Sie tut es auch, aber nicht allzu häufig. Ich selbst habe es noch nicht gesehen. Dafür viele Fahrradfahrer, die sich rücksichtslos gegen die Fußgänger benehmen. Das Fahrrad gehört längst zu unserer Kultur. Doch das Benehmen verlernen die Menschen.

Die Praxis und die Rücksichtslosigkeit

Das Fahrrad ist praktischerweise mit einer Klingel ausgestattet, so dass bei einem gemeinsamen Rad- und Fußweg der Fahrradfahrer, der von hinten kommt, den Fußgänger auf sich aufmerksam machen kann. Dies jedoch ist nicht immer der Fall. Viele fahren einfach knapp am Fußgänger vorbei. Das ist sehr gefährlich und rücksichtslos, denn der Fußgänger kann erschrecken und damit den Fahrradfahrer vom Rad stoßen oder ähnliches. Einige meinen, rasen zu können, weil sie ja die Schnelleren sind. Doch auf die Fußgänger nehmen sie keine Rücksicht.

Das ist eine falsch verstandene Kultur. Gegen Fahrradfahren an sich ist nichts zu sagen, jedoch gegen die Praxis und die Rücksichtslosigkeit einiger Fahrstile. Darüber sollten sich einige mal Gedanken machen. Kommt man denn früher an das Ziel, wenn man so rast und in Gefahr läuft, einen Unfall zu bauen? Ist die westliche Kultur nicht auf Rücksichtnahme aufgebaut? Was ist mit den Mitmenschen? Werden die Menschen auf den Fahrrädern einfach zu Egoisten? Viele Fragen, die zum Nachdenken anregen und deren Antwort ich nicht weiß. Ich weiß nur eins: Die Fahrradfahrer müssen lernen, rücksichtsvoll zu sein.

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6 Kommentare zu “Fahrradfahrer und deren Rücksichtslosigkeit

  1. Es ist höchste Zeit, daß wir ALLE wieder lernen, mehr Rücksicht aufeinander zu nehmen. Es gibt nämlich auch viele sehr rücksichtslose Autofahrer/innen,die anscheinend ohne jegliche Skrupel die Leben von Fußgängern und Radlern gefährden, Lieferanten und Zusteller, die mit ihren Wägen die Rad- und Fußwege zuparken und versperren. Und es gibt auch rücksichtslose und gedankenloseFußgänger/innen, die vermeinen, der Radweg sei so eine Art Laufsteg, auf dem man promenieren und ratschen kann, die auf Radwegen ihre Zamperln Gassi führen, möglichst noch mit diesen langen, einziehbaren Leinen, welche sich sehr gerne ins Radlaufwerk verwickeln, und schon so manche/n Pedalritter/in zu Fall gebracht haben, und die auf Radwegen ihre Kinderwägen spazieren schieben, und sehr ungehalten reagieren können, wenn man warnend klingelt… Ich habe hier in München vor zwei Jahren das Radfahren aufgegeben, das ich immer sehr genossen und geschätzt habe, nachdem mich in Nähe des Rotkreuzplatzes ums Haar ein riesiger MVV-Bus platt gemacht hätte…

    • Monika sagt:

      Guten Morgen,

      ich kann dem nur zustimmen. Es sind nicht nur Radfahrer, die rücksichtslos sind, sondern querbeet.
      Es ist schade, dass Du das Radfahren deswegen aufgegeben hast. Ich kann nur sagen, dass es auch Fußgängern so ergeht. Ich wurde einmal zu Fuß von einem auto übersehen, als ich über eine Kreuzung gegangen bin. Das Auto ist so schnell gekommen, dass ich es vorher nicht sehen konnte. Deswegen muss ich aber trotzdem weiter zu Fuß gehen. Das kann Dir leider immer passieren.

      Viele Grüße

      Monika

  2. kowkla123 sagt:

    ich fahre gerne mit dem Rad und keiner wird von mir sagen, ich sei rücksichtslos, aber du hast Recht, manche denken, die Straße gehört ihnen allein, einen „heißen“ Tag wünsche ich, Klaus

  3. Freiedenkerin hat recht, manche Radfahrer legen es allerdings regelrecht drauf an. Wie heute, einfach in den Kreisverkehr fahren und sich noch freuen, dass er „gewonnen“ hat. Verloren hätte er aber fast sein Leben. Mein Mann war schnell genug auf der Bremse.
    Oder Prügel anbieten, wenn man was sagt, wenn sie einem auf dem Fußweg anfahren.
    Positiv aufgefallen ist mir Freiburg im Breisgau. Unzählige Radfahrer, viele junge Leute und trotzdem vorsichtig. Auch eine gute Reglung, eine Seite der Dreisam gehört den Radlern und eine den Fußgängern.
    LG
    Ute

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