Die Kunst und Kultur des Schlafens


Durch einen Artikel auf Focus habe ich mir Gedanken über den Schlaf gemacht. Eigentlich ist Schlaf ein Grundbedürfnis des Menschen. Daher bin ich dem Phänomen einmal auf die Spur gegangen. Laut Wikipedia ist Schlaf „ein Zustand der äußeren Ruhe bei Menschen und Tieren“. Dabei sind aber bestimmt noch nicht alle Funktionen des Schlafes geklärt. Festzustellen ist allerdings, dass der Körper dabei nicht untätig ist. Dabei wechseln sich Tiefschlaf und Traumphasen in etwa 90-Minuten ab.

Das Gehirn arbeitet in den Traumphasen auf Hochtouren und der Körper ist dabei quasi unter hoher Spannung. So verarbeitet der Geist das Erlebte des Tages. Im Tiefschlaf dagegen ist unser Körper so ruhig, dass wir nichts mehr um uns merken. Beide Phasen sind wichtig, um erholten Schlaf zu haben. Die Forscher streiten allerdings, wieviel Schlaf notwendig ist. Manche sagen, dass 6-8 Stunden ausreichen, manche behaupten, dass man 10 Stunden brauche, wieder andere sagen, es sei individuell. 10 Stunden Schlaf pro Tag kann sich allerdings kaum einer in der heutigen Gesellschaft leisten. Es kann sogar sein, dass zu viel Schlaf schadet. Diesen Streitpunkt kann ich hier nicht klären. Unumstritten ist jedoch die vitale Erholung des Schlafes.

Zwar leidet die Schlaftiefe, wenn ein Mittagsschlaf gehalten wird, ist aber manchmal förderlich für die Leistung. Neurowissenschaftler Jan Born empfiehlt daher in der Tagespost, mit dem Schlaf gelassener umzugehen, denn man kann Einschlafen nicht erzwingen. Jedoch wird jeder Arbeitgeber uns sagen, dass wir keinen Mittagsschlaf halten sollten, so müde wir auch sind. Die Möglichkeiten dafür stehen auch nicht jedem zur Verfügung. Außerdem gibt es zahlreiche Berufe, in denen Schichtdienst geleistet werden muss, so dass sich der Mensch dem anpassen muss ohne sich selbst zu etwas zu zwingen.

Fazit: Die Meinungen gehen auseinander, so dass jeder selbst wissen muss, wie er in seinen Arbeitsrhytmus seinen Schlaf einbaut. Schlaf hat also nicht nur eine körperliche Funktion, sondern treibt uns auch zu Leistungen an, somit kann man auch von einer Kultur des Schlafes sprechen.

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7 Kommentare zu “Die Kunst und Kultur des Schlafens

  1. Da ich seit langem schon an massiven Schlafstörungen leide, sowohl beim Ein- als auch beim Durchschlafen, habe ich es mir angewöhnt, nach der Arbeit ein Schläfchen zu machen. Ich finde, daß mir das sehr gut tut…
    Auch die Seele verarbeitet während der nächtlichen Ruhezeiten – zum Glück! Würden Geist und Seele nicht die Ereignisse des Tages sortieren, und zumindest halbwegs bewältigen, dann ständen vermutlich viele von uns binnen kurzem am Rande des Wahnsinns. 😉

    • Monika sagt:

      Guten Morgen,

      ja Schlafstörungen sind nicht so gut. Wenn es Dir aber hilft, nach der Arbeit ein Schläfchen zu machen, ist es ja gut. Dann hast Du Deinen Rhythmus gefunden.
      Leider wird in der modernen Gesellschaft der Schlaf kaum noch gewürdigt, da alles auf Leistung aus ist.

      Viele Grüße

      Monika

  2. kowkla123 sagt:

    Mittagsschlaf geht bei mir nicht, ging nie, aber zum Glück klappt es nachts

    • Monika sagt:

      Guten Morgen Klaus,

      ja es ist auch wichtig, dass man irgendwann schlafen kann. Der Mittagsschlaf muss ja auch nicht immer sein, denn er ist ja nicht immer sinnvoll für den Menschen. Das ist individuell.

      Viele Grüße und schönes Wochenende

      Monika

  3. Also wenn ich 3.15 Uhr aufstehen muss, ist so ein Mittagsschläfchen super. Allerdings nach der Arbeit. Auf Arbeit gibt es keine Pause.
    LG
    Ute

    • Monika sagt:

      Guten Morgen Ute,

      ja, dann ist so ein Schläfchen sehr gut. Das ist noch schlimmer bei Menschen, die immer Schichtdienst haben. Sie müssen sogar teilweise den ganzen Schlaf am Tag nachholen, aber auch da gibt es den für sie richtigen Rhythmus.

      Viele Grüße

      Monika

      • Yep, ich hab immer Schichtdienst… 😉
        Und manchmal stresst es schon ganz schön, wenn man fast zu der Zeit aufstehen muss, bei der man kurz vorher, fast erst ins Bett gekommen ist.

        Liebe Grüße
        Ute

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