Gibt es für Krieg Rechtfertigung?


Zerstörtes Gebäude nach dem Angriff im Britisch-Sansibarischen Krieg

Zerstörtes Gebäude nach dem Angriff im Britisch-Sansibarischen Krieg
Urheber: Richard Dorsey Mohun (1865-1915)
Quelle: Wikimedia
Da die Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod abgelaufen ist, ist das Bild gemeinfrei.


Der Britisch-Sansibirische Krieg, dessen Folgen auf diesem Foto festgehalten wurde, gilt als der traurige Rekord des kürzesten Krieges. Er fand am 27. August 1896 zwichen 9.00 und 9.38 Uhr statt. Er dauerte lediglich 38 Minuten. Auf britischer Seite erforderte dieser keine Opfer, auf sansibirischer Seite aber 300 Tote und 200 Verletzte in nur 38 Minuten. Doch was bedeutet Krieg nun eigentlich? Und welche Ursachen gibt es dafür?

Unter Krieg versteht man einen Konflikt, der nicht mit Worten oder Diplomatie, sondern mit Waffen, also mit Gewalt ausgetragen wird. Damit möchte jede Partei ihre Überlegenheit zeigen. Man will damit die Interessen des Landes durchsetzen. Dabei kommt es zu Folgen wie Gebäudeschäden, Schäden an der Infrastruktur sowie Verletzungen und Tod vieler Menschen. Die Gründe für Krieg sind dabei sehr vielfältig. Er kann sich innerhalb eines Landes abspielen (Bürgerkrieg oder Unabhängigkeitskrieg) oder auch auf andere Länder übergreifen (bewaffneter Konflikt oder Weltkrieg). Zur Zeit gibt es auch sehr viele Brennpunkte des Krieges auf der Welt. Man muss nur nach Syrien, Nahost und Afghanistan sehen.

Laut Duden ist der Krieg ein „mit Waffengewalt ausgetragener Konflikt zwischen Staaten, Völkern; größere militärische Auseinandersetzung, die sich über einen längeren Zeitraum erstreckt“. Das Wort könnte vom althochdeutschen chrēg (Hartnäckigkeit) stammen oder vom mittelhochdeutschen kriec [Kampf; (Wort-, Rechts-, Wett)streit, auch: Anstrengung, Streben]. Die Herkunft ist ungeklärt. Neben der militärischen Auseinandersetzung gibt es auch den Begriff des „Kalten Krieges“. Manche haben den „Kalten Krieg“ zwischen der DDR und Deutschland noch erlebt. Es ist ein Konflikt ohne Waffengewalt. Er wird auf psychologischer Ebene ausgetragen. Jedoch kann hier ganz schnell Gewalt ausbrechen.

Die Ursachen für den Krieg sind sehr vielfältig. Jedoch haben sie meist einen gemeinsamen Faktor: Meist sind es materielle und wirtschaftliche Interessen, die Kriege auslösen – auf der einen Seite kann es um knappe Ressourcen bei Lebensmitteln oder Erdöl o.a. Gehen, auf der anderen Seite aber auch um die Erschließung neuer Märkte. Sogar im Zweiten Weltkrieg gab es neben den politischen Faktoren auch materielle (Erschließung von Rohstoffquellen). Gibt es dabei überhaupt Gewinner? Ich behaupte, dass es keine gibt. Auch wenn jemand seine materiellen Interessen durchsetzt, so hat er doch im Krieg auch viel verloren (Infrastruktur, Wirtschaftskraft, etc.). Am meisten leidet darunter die Bevölkerung, sowohl die Soldaten als auch die Angehörigen. Aus jedem Krieg kommen beklemmende Briefe. Um eine solche Stimmung über den Krieg einzufangen, kann ich nur empfehlen, folgende Ansammlung von Briefen zu lesen. Es ist beklemmend und mahnt zugleich, die Kriege zu meiden. Jedoch wird dies leider in der materiellen Welt mit viel Egoismus nicht der Fall sein. Regenbogenlichter war so freundlich und hat diese Briefe veröffentlicht. Danke dafür.

Das Thema Krieg ist damit noch lange nicht abgeschlossen. Ich möchte, wenn ich die Zeit dafür finde, weiter darauf eingehen, da ich hier nicht alles auf einmal ansprechen konnte.

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4 Kommentare zu “Gibt es für Krieg Rechtfertigung?

  1. Anna-Lena sagt:

    Krieg ist e i n e Form der Gewalt. Dafür gibt es keine Rechtfertigung und somit auch nicht für Krieg. Die Begleiterscheinungen hinsichtlich auf Unschludige sollten viel transparenter gemacht werden, immer wieder, um sie Sinn-los-igkeit zu verdeutlichen, bis auch der Letzte das begreift.

    LG Anna-Lena

  2. Krieg ist das brutalste und unsinnigste Manifest der menschlichen Dummheit.

  3. Für Krieg gibt es nie eine Rechtfertigung…die, die daran verdienen, suchen eine, ja.
    Krieg verursacht nicht nur materielle Schäden und Tod auf allen Seiten, sondern auch über Generationen andauernde seelische Verletzungen, die im schlimmsten Falle wieder zu Krieg und Gewalt führen. Ich hoffe, dass die Menschen dies irgendwann begreifen. Wenn es auch noch sehr lange dauern wird.
    Das was du schreibst, liebe Monika, kann ich nur unterstreichen.
    Herzliche Grüße
    Ute

  4. kowkla123 sagt:

    Nein, es gibt für Krieg keine Rechtfertigung, das bedarf echt keines weiteren Kommentars, schönen Tag für dich von mir, Klaus

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