Abwertung des Euro-Rettungsschirms


Die US-Agentur wertete den Euro-Rettungsschirm von ESM und EFSM ab. Er besitzt nicht mehr die Stufe „AAA“, sondern nur noch „Aa1“. Wegen dem negativen Ausblick droht eine weiter Herabsenkung. Laut Tagesschau können einige, wie der Chef des Euro-Rettungsfonds Klaus Regling sowie Euro-Gruppenschef Jean-Claude Juncker. Die Herabstufung begründet Moody’s mit den schlechteren langfristigen wirtschaftlichen Wachstumsaussichten. Bei Fitch allerdings besitzt der Euro-Rettungsschirm noch „AAA“.

Die Ratingagenturen bewerten die Kreditwürdigkeiten von Unternehmen, Banken, Papieren und Staaten. Die einflussreichsten sind Standard&Poor’s, Moody’s und Fitch. Die Skala beinhaltet folgende Stufen (vom besten zum schlechtesten Wert): „AAA“ („Triple-A“), „AA“, „A“, „BBB“, „BB“, „B“, „CCC“, „CC“, „C“ und schließlich „D“. Die meisten können noch mit + und – unterschieden werden. Das Rating „Aa1“ ist daher immer noch im oberen Beriech anzusetzen. Die Frage lautet, wie lange bleibt das höchste Rating bei den anderen Agenturen bestehen und drohen weitere Herabsetzungen?

Ich bezweifle, dass Ratingagenturen immer die richtigen Entscheidungen treffen. Zudem sind hier vermutlich auch Interessen der Ratingagenturen vertreten, die dies beeinflussen. Trotzdem bleiben diese Bewertungen meist nicht ohne Folgen. Hoffentlich kann das Positive dieser Woche, nämlich dass neue Milliardekredite an Griechenland ausgezahlt werden, überwiegen.

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4 Kommentare zu “Abwertung des Euro-Rettungsschirms

  1. kowkla123 sagt:

    ich verstehe die Funktion dieser Agenturen sowieso nicht, aber komisch ist das Ganze schon, einen schönen Sonnabend wünsche ich dir, Klaus

  2. Ich bezweifle vor allem die Objektivität dieser Rating-Agenturen. Und mich würde gar zu gerne wissen, wie die Beziehungen zwischen diesen mittlerweile weltweit bestimmenden Institutionen und GoldmanSachs so sind…

  3. Und es fragt sich auch, für wen die Agenturen arbeiten, sprich in wessen Interesse es ist, wie sie wen bewerten… damit kann man die Wirtschaft ganzer Kontinente „hochjubeln“ bzw. „platt machen“.

    Ich wünsche dir morgen einen schönen 1.Advent.
    Ute

  4. klugwurst sagt:

    In die Abhängigkeit von den Ratingagenturen hat sich die Politik selbst begeben. Banken und Versicherungen müssen für ihre Vermögenspositionen begründen, warum diese solide sind. Und dies geschieht nach den gängigen Vorschriften über Ratings.

    Das Hauptproblem der jetzigen Schuldenkrise war lange Zeit, dass die Ratings zu großzügig waren und damit mehr Staatskredite aufgenommen wurden, als den Staaten gut bekam. Es ist also von einer Verquickung politischer und wirtschaftlicher Interessen auszugehen, die die jetzige Krise verursachte.

    Die Herabstufung muss kein Beinbruch sein. Es war bisher eher eine politische Entscheidung, sich um die höchste Ratingstufe zu bemühen, als dass ökonomisch abgewägt wurde. Das höchste Rating kann nur mit einem enormen Kapitalaufwand erreicht werden. Ein niedrigeres Rating kann Freiräume in klammen Haushalten erzielen, weil Kapital frei wird. Die (nur wenig) höheren Zinsen bei Anleihen, die der Eurorettungsschirm begibt, sind dann womöglich billiger als Milliardenbeträge vorsorglich auf einem Bankkonto herumstehen zu lassen.

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