52 Bücher: Woche 49: Wolf Schreiner: Beichtgeheimnis



Fellmonsterchen hat das Thema Essen und Trinken ausgegeben. Ich habe lange überlegt, was ich dazu schreiben kann, denn es sollten keine Kochbücher sein. Nun habe ich erst vor Kurzem ein Buch gelesen, das den Titel „Beichtgeheimnis“ trägt. Es ist ein Krimi aus dem Bayerischen Wald. Wolf Schreiner wurde 1958 in Nürnberg geboren und wuchs im katholischen Wallfahrtsort Altötting auf. Er studierte Politik, Volkswirtschaft und Kommunikationswissenschaft.

Inhalt

Der Pfarrer Balthaser Senner liebt Bestattungen, da er danach zu einem Leichenschmaus eingeladen wird, weil er das Essen nicht verschmäht. Dort bringt ihm eine unbekannte Frau mit ihrer Beichte in Bedrängnis. Sie schwört, Rache zu nehmen. Seitdem beobachtet der Pfarrer Senner die Menschen seiner kleinen Gemeinde im Bayerischen Wald. Wer ist diese geheimnisvolle Frau?

Kurz danach kommt es zu mysteriösen Todesfällen, in denen auch die Polizei ermittelt. Von seinem Bischof der Diözese Passau bekommt Herr Pfarrer Senner immer wieder die Order, dass er eine Bauernhochzeit verhindern soll bzw. den Ehegatten von der evangelischen zur katholischen Kirche bewegen soll.

Zudem fordert Balthasar Senner eine Haushaltshilfe an, da er selbst mit seiner Gemeinde ja viel beschäftigt ist. Daraufhin bekommt er eine Polin, mit der er seine liebe Müh und Not hat. Sie serviert ihm immer wieder Gerichte ihrer Großmutter, die dem Herrn Pfarrer nicht gut munden. Deswegen versucht er, diese Essen immer wieder zu umgehen.

Bei den Ermittlungen stößt die Polizei jedoch auf den Pfarrer Senner und verdächtigt ihn, mit den Todesfällen in Verbindung zu stehen. Gemeinsam mit seinem atheistischen Freund Vallerot macht sich Balthasar Senner daran, selbst Ermittlungen zu erstellen und den Fall zu lösen.

Kritik

Das Buch trägt den Titel „Beichtgeheimnis“ und da die Beichte hier eine wichtige Rolle spielt, ist der Titel zunächst gut gewählt. Mich stört aber persönlich, dass der Pfarrer Balthasar Senner zwar sich an das Beichtgeheimnis hält und nichts von der Beichte irgendeiner Person erzählt, der Autor aber trotzdem weiß, was in der Beichte gesprochen wird. Ich weiß, dass es allwissende Autoren gibt. Jedoch sollte man hier auch die Tradition der katholischen Kirche und die Diskretion zu würdigen wissen. Die Beichte kann eine große Rolle im Roman spielen, doch die Inhalte der Beichte sollten verschwiegen werden. Das ist eine Herausforderung, der sich der Autor nicht gestellt hat. Daher wirkt der Roman für mich etwas oberflächlich.

Meine Bewertung: 2 von 5 Sternen
★ ★ ✫ ✫ ✫
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6 Kommentare zu “52 Bücher: Woche 49: Wolf Schreiner: Beichtgeheimnis

  1. kowkla123 sagt:

    ich kenne das Buch nicht, deiner Kritik würde ich mich anschließen, habe zur Beichte sowieso ein gespaltenes Verhältnis, KLaus

    • Monika sagt:

      Guten Abend Klaus,

      tut mir leid, dass ich jetzt erst antworte, aber ich bin nicht früher dazu gekommen. Du bringst mich auf Ideen. Ich könnte mal einen Artikel über Beichte verfassen :). Da kannst Du dann Deine Sichtweise in einem Kommentar schreiben ;). Es wird aber noch etwas dauern, ich muss momentan eine Liste von Ideen „abarbeiten“. Momentan habe ich viele Ideen und kann sie aber nicht im gleichen Zeitpunkt schreiben, weil es zu viele Ideen sind. Außerdem steht auch noch der Sport aus. Es kommt alles 😉

      Viele Grüße

      Monika

  2. Mathilda sagt:

    Hallo liebe Monika, verstehe dich schon sehr gut, aber ich mache das dann nächste Woche, zur Not gibt es einen Merkzettel oder ich schreibe kurz in deinem Blog, damit du mich noch einmal anstupsen kannst 😀
    Mach ich gleich und nehme den Text hier mit 😀

    LG Mathilda ♥

    Hab ein schönes Wochenende!!!

  3. O.Ph. sagt:

    Deine Kritik kann ich gut nachvollziehen, liebe Monika. Beichtgeheimnis ist nunmal … „geheim“ – daher beinhaltet das Werk des Autors ja offensichtlich einen Widerspruch.

    Ich schick dir liebe Grüße zum Wochenende,
    Ocean

    • Monika sagt:

      Guten Abend Ocean,

      danke Dir für Deinen Kommentar. Dieser Widerspruch ist mir aufgefallen und zudem wird das in fast keiner Buchbesprechung über dieses Buch erwähnt. Das finde ich selbst erschreckend. Man kann ein Buch ruhig „Beichtgeheimnis“ nennen. Dann muss die Handlung des Krimis nur etwas anders aufgebaut werden, um das Beichtgeheimnis nicht zu verletzen, es aber zum Gegenstand des Buches machen.

      Viele Grüße und ein schönes Wochenende

      Monika

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