Kultureller Wochenrückblick


Diese Woche hat sich wieder viel ereignet. Von der Wahl in der AKP bis hin zu dem Stresstest der Atomkraftwerke wie auch einem Jubiläum in der Filmbranche.

Sonntag 30. September:

Auf dem AKP-Parteitag in der Türkei wurde Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogen als ihr Parteichef bestätigt. Erdogan will seine Partei durch wirtschaftlichen Erfolg an der Macht halten. Die letzten Schulden bei dem Internationalen Währungsfonds, etwa 1,3 Milliarden US $ wird die Türkei nächstes Jahr abzahlen. Mit einer neuen Verfassung will er der Türkei weitere Rechte geben. Erdogan möchte dabei auch in Frieden und Einheit mit dem kurdischen Volk leben. Ob dies jedoch bei der Vorgeschichte gelingt, bleibt abzuwarten.

Montag 1. Oktober:

Der sogenannte Stresstest liegt vor, wie die Tagesschau berichtet. Dieser beurteilt die Atomkraftwerke in Europa. Leider weisen fast alle von ihnen erhebliche Sicherheitsmängel auf. In Europa gibt es 134 Kraftwerke, von denen zum Beispiel in 10 Reaktoren keine Überwachungsgeräte für Erdbeben installiert sind. Zwar gibt es in Europa nicht so viele Erdbeben wie in Japan, doch auch hier können Erdbeben auftreten. Großes Unheil können sie allemal anrichten. Dies ist nur ein Beispiel für eine Sicherheitslücke in den Reaktoren. Die Prüfer fordern von den Betreibern 25 Milliarden € an Investitionen für die Sicherheit. Meiner Meinung nach müssten hier zwar die Betreiber haften, aber der Staat müsste auch seine Auflagen besser kontrollieren. Ein erschreckendes Ergebnis.

Dienstag 2. Oktober:

Die Nachrichtenagentur dapd stellte den Antrag auf Insolvenz beim Amtsgericht Charlottenburg in Berlin, da die Gesellschafter die Finanzierung eingestellt hätten. Die Nachrichteninformationen jedoch sollen vorerst weiter geführt werden. Der neue Geschäftsführer und Insolvenzexperte Wolf von der Fecht soll nun bis Ende November prüfen, inwieweit das Unternehmen umstrukturiert und somit weiter geführt werden kann. „dapd Nachrichtenagentur“ sowie „dapd Nachrichten“ sind davon betroffen. Am 4. Oktober sollen 6 weitere Tochterunternehmen folgen. Die Holding „dapd Media“ sowie die restlichen 18 Gesellschaften seien aber nicht betroffen.

Mittwoch 3. Oktober:

Dieser Tag steht im Zeichen der Einheit. Die Einheit zwischen Ost- und Westdeutschland wird gefeiert. Auch dieses Jahr gab es Demonstrationen gegen den Tag der deutschen Einheit. Diese wurden von linksradikalen Gruppen initiiert. Es blieb aber friedlich.

Donnerstag 4. Oktober:

Das erste der drei TV-Duelle in Amerika vor den Wahlen hat stattgefunden. Die Wirtschaft war im Fokus der Debatte. Egal welcher der beiden Kandidaten, Obama oder Romney, das Amt des Präsidenten zukünftig bekleiden wird, ein großer Schuldenberg ist vorhanden. Sollte dies niemand in den Griff bekommen, so wären die Folgen relativ groß und würden sich nicht nur auf die Wirtschaft der USA, sondern auch auf viele andere Länder auswirken. Dies kann auch Auswirkungen auf die Kultur haben.

Freitag 5. Oktober:

Am 5. Oktober 1962 kam „Dr. No“ in die Kinos. Somit erlebt James Bond 50 Jahre im Geheimdienst Englands. Sechs Hauptdarsteller wechselten sich bisher ab. James Bond hat von seiner Anziehungskraft nichts verloren. Mir persönlich hat der erste Film mit Dr. No am Besten gefallen. Die neueren Filme sind mir zu schnell und manchmal auch zu aufgeblasen mit zu viel Musik.

Samstag 6. Oktober:

Die israelische Luftwaffe schießt im Süden des Landes ein unbemanntes Flugobjekt, eine sogenannte Drohne ab. Die Herkunft dieser Drohne ist noch nicht geklärt. Die Drohne flog über den Gazastreifen, ist aber nicht im palästiniensischen Gebiet gestartet worden. Vom Gaza-Streifen aus drang sie in Israel ein und blieb dort bei weitgehendem unbewohntem Gebiet. 2006 ereignete sich ein ähnlicher Zwischenfall. Die Hisbollah setzte eine mit Sprengstoff geladene Drohne aus dem Libanon ein. Zur Zeit wird nach den Trümmern der Drohne gesucht.

Zitat der Woche:

Ruhe ist Bedingung der Kultur.

Johann Christoph Friedrich von Schiller (1759-1805) deutscher Dichter und Dramatiker

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2 Kommentare zu “Kultureller Wochenrückblick

  1. Der sogenannte TV-Krieg resp. das Duell zwischen Romney und Obama ist kein ernsthaftes Gespräch über Lösungen. Der Republikaner steht für die Finanzwelt und die Wohlhabenden, das normale Volk wird ihm meiner Meinung nach egal sein. Soziale Gerechtigkeit ist für ihn ein Fremdwort. Was Bush sen. in acht Jahren Obama hinterlassen hat, kann dieser innert vier Jahren wieder zurecht biegen. Ob der riesige Schuldenberg je abgebaut werden kann, ist mehr als fraglich. Da müssten die Amerikaner ihre Strategie bezüglich Weltbeherrschung ändern und das wird kein Präsident tun (können). Viele Grüsse zu Dir. Ernst

    • Monika sagt:

      Guten Morgen Ernst,

      danke für Deinen Beitrag. Ich muss Dir in vielen Punkten leider zustimmen. die TV-Duelle sind meistens nur Show. Es ist verrückt, aber manche Amerikaner sperren sich gegen das neue Gesundheitssystem, auch wenn es ihnen etwas bringt. Derjenige, der glaubt, dass die Schulden dort abgebaut werden, der lebt in einer Utopie, meiner Meinung nach. Die riesige Menge produziert ja wiederum mehr schulden durch die Zinsen, so dass die Wahrscheinlichkeit sinkt, je länger es dauert.

      Viele Grüße

      Monika

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