Lebensqualität: Ein Versuch einer Definition



Was bedeutet eigentlich Lebensqualität? Mit Qualität will man ein bestimmtes Niveau oder eine bestimmte Stufe kennzeichnen. Der Name Qualität jedoch sagt erst etwas aus, wenn es in einem Kontext steht, denn der Bezug ist dabei sehr wichtig. Lebensqualität steht unter anderem im Kontext mit Leben. Dies ist jedoch noch nicht aussagekräftig genug. Quality of Life nannte erstmals Arthur Cecil Pigou in den 1920er-Jahren. Populär wurde der Begriff allerdings erst in den 70-er Jahren. Seitdem forschen zahlreiche Wissenschaften auf diesem Gebiet. Doch eine allgemeine Definition ist schwer, da Lebensqualität immer in einem Kontext zu stellen ist.

Lebensqualität in verschiedenem Kontext

Dazu möchte ich meine Überlegungen gern in einer Tabelle darstellen:

Kontext

Merkmale der Lebensqualität

Industrieländer Geld, Kulturprogramm, Luxus
Entwicklungsländer Sicherung des Essens und Trinkens zum Überleben
Schwellenländer Mehr als nur Entwicklungsländer aber auch weniger als Industrieländer

Dabei kommt es zu Überschneidungen und es gibt keine pauschale Definition für jedes Land, da es in jedem Land Armut und Reichtum gibt. Nur gibt es immer eine Tendenz zu beobachten.

Lebensqualität im Alter

Im Rahmen dieser Beobachtungen bauen meine Überlegungen bezüglich der Lebensqualität im Alter auf. Da dies nicht für sich steht, steht es auch im Kontext der jeweiligen Länder und Kulturen. Im Alter gibt es zahlreiche Gebrechen. Doch auch hier kann man sich mithilfe seiner Lebenseinstellung die Lebensqualität bewahren. Ich bin überzeugt, dass ein Mensch mit der richtigen Einstellung auch bei Krankheiten, die ihn zwingen, lebenserhaltende Maßnahmen zu erdulden, Lebensqualität sichern kann.

Die Lebensqualität hängt dabei also von verschiedenen Faktoren ab:

  • Gesellschaft: Normen, Definition wie von Glück), Staatsform wie Demokratie, Tyrannei und vieles andere
  • Biografisch: Persönlichkeit, Lebensstil, Ziele, Bedürfnisse, Wünsche, Vergangenheit, Gegenwart
  • Lebensbedingungen: Geld, Gesundheit, sozioökonomischer Status, positive und negative Lebensereignisse
  • Subjektives Wohlbefinden: Freude, Belastungen, Zufriedenheit
  • Emotionen: Stimmungen
  • Umweltauseinandersetzung: Bewältungsversuche, Daseinstechniken
  • Kognitive Faktoren: subjektive Situationseinschätzung, sozialer Vergleich

Fazit

Einleitend zu dem Fazit möchte ich gern auf einen Artikel über die Etappen des Begriffes Lebensqualität in der Medizin hinweisen. Hier werden die verschiedenen Stufen durchleuchtet. Ich möchte Sie bitten, sich die Etappen zuerst durchzulesen, bevor Sie meinem Fazit folgen.

Die Lebensqualität an sich hängt also von verschiedenen Faktoren ab. Doch heißt es im Umkehrschluss: Hat die Lebensqualität etwas mit dem Recht zum Leben zu tun? Nein, denn das Recht zum Leben hängt nicht von der Lebensqualität ab. Wenn aufgrund abnehmender Lebensqualität die Sterbehilfe oder der Suizid begründet wird, so lehne ich das ab, da der Mensch nie über das Leben herrschen sollte. Die Auswirkungen daraus haben wir in der Geschichte gesehen. Selbst unter den ärmlichsten Bedingungen möchten die Menschen weiter leben. Doch auch hier stellt sich die Frage, wie man Lebensqualität messen kann. Meiner Meinung nach gibt es keine Messung, die alles umfasst. Jeder ist also selbst verantwortlich, wie er seine Lebensqualität gestaltet.

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2 Kommentare zu “Lebensqualität: Ein Versuch einer Definition

  1. Mascha sagt:

    Guten Morgen Monika, sehr interessanter Artikel, aber in einem Punkt wiederspreche ich Dir. Ich finde schon, daß der Mensch das Recht haben sollte zu sterben, wenn er sein Leben nicht mehr als „lebenswert“ empfindet. Ich habe schon vom Halswirbel ab gelähmte Menschen erlebt, die jahrelang nur noch herumlagen, Essen aus dem Schlauch bekamen, gelagert, gewaschen werden mussten usw. Niemand kann mir erzählen, daß das ein menschenwürdiges Leben ist. Vielleicht wollen einige trotzdem weiter leben. Das ist in Ordnung. Aber ich habe vollstes Verständnis dafür, daß so ein Mensch irgendwann sagt…GENUG….und mit welchem Recht sagt eine zweite Person: Nein, Du darfst nicht sterben. Du musst so weiter leben……?
    Ist das nicht Gott spielen?!
    Ich wünsche Dir einen schönen Montag.

    • Monika sagt:

      Guten Morgen Mascha,

      eine kurze Gegenfrage möchte ich stellen. Ist es nicht auch Gott spielen, wenn man sich selbst den Tod wünscht? Es kommt doch auch darauf an, WIE der Mensch dort gepflegt wird. Klar ist das eine schwere Prüfung, aber das rechtfertigt noch nicht aus meinen Augen das Leben, das uns geschenkt wurde, zu verkürzen.

      Danke für Deinen Beitrag und einen schönen Montag

      Monika

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