Mein Verhältnis zu einer weiteren aktuellen Schlagzeile


Jetzt weiß ich, dass der G7-Gipfel nichts anderes ist als ein gemütlicher Stammtisch, an dem die sieben Regierungschefs beim Weißwurst-Suzln und Weißbier-Süffeln formlos miteinander plauschen können. Diese Erkenntnis verdanke ich der tz-„Man muss sie einfach lieben“-München, die einmal mehr ihrem Verballhornredakteur auf Schlagzeile komm raus den Titel überlässt, der dieses politische Großereignis schonungslos auf tz-Norm zusammendampft und -krampft.

Souverän nimmt diese geschichtete Ansammlung bedruckten Papiers sowohl dem Elmauer Gipfel die Spitze als auch den Protest- und Gegenveranstaltungen die inhaltliche Substanz, indem sie heute, dezent auf ein anderes weltbewegendes Großereignis von Ende September bis Anfang Oktober anspielend, titelt: „O’gipfelt is!“

Da möchte man seine Tastatur am liebsten gleich zweimal so herzhaft malträtieren, um mit einem kongenialen „O’titelt is!“ zu kontern.

Mein Verhältnis zu einer nicht- und zwei aktuellen Schlagzeilen


Nicht nur Schlagzeilen können nachdenklich machen. (Foto: Bernhard Huber)

Nicht nur Schlagzeilen können nachdenklich machen. (Foto: Bernhard Huber)

Wieder einmal gilt es, auf meinem morgendlichen Weg in die Arbeit andächtig innezuhalten, um in das Lesen der Schlagzeilen, die am Wegesrand meiner Aufmerksamkeit zusetzen, zu versinken. Denn da ist eine, die sich umstandslos in meinem Bewusstsein festhakt. Weiterlesen

Mein Verhältnis zum Superlativ (2)


Vermutlich ist das „e“ der am häufigsten verwendete Buchstabe unseres Alphabets. Der wichtigste ist er nicht. Diese Ehre gebührt auch nicht einem Buchstaben alleine, sondern dem schmucken Pärchen „st“. Es besitzt nämlich für die Bildung des Superlativs nahezu das Monopol, und den wiederum haben sich Journalisten und Werbetexter unter den Nagel gerissen, weil sie mit ihm die uns umgebende heiße Luft ihres Schlagzeilen- und Reklamesprechs kaschieren müssen. Weiterlesen