Herbsttage


Herbst auf dem Kranzberg

Herbst auf dem Kranzberg


Nun da die allgemeine Urlaubszeit, in der viele Urlaub haben, sich zu Ende neigt, kommt schon wieder der Herbst. Herbst ist eine der metereologischen und astronomischen Jahreszeiten. Er liegt zwischen Sommer und Winter und ist bekannt durch seine schillernden Farben, aber auch durch die Kälte, die nach und nach kommt. Doch gibt es auch noch schöne warme Herbst. Allerdings nur in unseren Breitengraden, denn die Sonne ist noch hier und im südlichen Wendekreis dafür mit ihrer vollen Kraft vorhanden. Eine kleine Ergänzung möchte ich an dieser Stlle noch kurzfristig machen. Folgenden Link zu einem Zitat von Christian Morgenstern möchte ich gerne setzen. Sterntau hat uns an diesem Zitat teilhaben lassen mit einem wunderschönen Bild.

Da der Herbst die Zeit der Früchte und des Erntens ist, kommt das Wort Herbst wie das englisch Wort harvest vom indogermanischen Verb sker, dt. schneiden. Im Englischen blieb die landwirtschaftliche Bedeutung. Im Deutschen allerdings verschob sich der Begriff hin zur allgemeinen Jahreszeit. Astronomisch beginnt der Herbst auf der nördlichen Hemispäre am 22. oder 23. September, auf der südlichen dagegen am 10. März oder in der Nacht auf den 21. März und endet mit der Wintersonnenwende am 21. oder 22. Dezember im Norden bzw. am 21. Juni im Süden.

In der Literatur ist der Herbst sehr oft verarbeitet worden und lädt zu vielen Motiven ein. Zwei Beispiele will ich hier kurz erläutern:

Septembertag (Quelle: Handmann)
Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit,
die dich befreit, zugleich sie dich bedrängt;
wenn das kristallene Gewand der Wahrheit
sein kühler Geist um Wald und Berge hängt.
Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit …
Christian Morgenstern 
(1871 – 1914)

Christian Morgenstern zeigt hier die Gegensätze des Herbstes in diesem Gedicht. Er bedrängt und befreit, ist leidvoll und süß. Das Gedicht hat eine wunderbare Wirkung.

Herbst (Quelle: Handmann)
Schon ins Land der Pyramiden
Flohn die Störche übers Meer;
Schwalbenflug ist längst geschieden,
Auch die Lerche singt nicht mehr.
Seufzend in geheimer Klage
Streift der Wind das letzte Grün;
Und die süßen Sommertage,
Ach, sie sind dahin, dahin!
Nebel hat den Wald verschlungen,
Der dein stillstes Glück gesehn;
Ganz in Duft und Dämmerungen
Will die schöne Welt vergehn.
Nur noch einmal bricht die Sonne
Unaufhaltsam durch den Duft,
Und ein Strahl der alten Wonne
Rieselt über Tal und Kluft.
Und es leuchten Wald und Heide,
Dass man sicher glauben mag,
Hinter allem Winterleide
Lieg’ ein ferner Frühlingstag.
Theodor Storm
(Erstdruck 1847/48)

Theodor Storm blickt mit wehmütigem Auge auf den Sommer, der vergangen ist. Nur noch einsame Sonnenstrahlen erinnern an den Sommer. Zudem leuchten die Farben, die an den Frühling erinnern. Somit wird der Herbst auch hier zweifach beschrieben. Einerseits ist er schön in seiner Pracht, aber auch schrecklich, weil er die Freuden des Sommers vertreibt.

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6 Kommentare zu Herbsttage

  1. kowkla123 sagt:

    schönes Bild und schöne Texte, ich hoffe nur, es wird so wie bisher in jedem Herbst und es kommen noch schöne Tage, alles Gute KLaus

  2. tinyentropy sagt:

    Ich liebe den Herbst als Jahreszeit und freue mich auf ihn.

  3. theomix sagt:

    Eine schöne Zusammenstellung! :)

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